Einladung zur Lesung im Rahmen von "analog"

"Mord im Untergrund"

 

Lesung frei nach einer wahren Begebenheit, Von und mit

Prisca Gaffuri

 

 

 

Donnerstag 7. September

Einlass Barbetrieb 18.00 Uhr

Lesung 19.00

Bundesstrasse 13, 6003 Luzern

Platzzahl beschränkt, Reservation termine@hairlist.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Mord im Untergrund“

 

frei nach einer wahren Begebenheit.

 

Die Geschichte erzählt von Ferdinand Gatti, dem Italiener der in Luzern als letzter zum Tode durch die Guillotine verurteilt wurde. War er tatsächlich schuldig? Oder hat ihm einfach das Leben übel mitgespielt, rein aus der Tatsache, dass er Italiener war. Fiel ihm die Rolle des Sündenbocks zu, weil er unserer Sprache nicht mächtig war? Ein Ausländer!

Unzähligen Menschen ist er begegnet und doch niemandem aufgefallen. Erst wie Margaretha Degen, die geschätzte und sehr beliebte Lehrerin einem Mord zum Opfer fällt, gerät Gatti mehr und mehr ins Rampenlicht.  Alle wollen ihn gesehen haben, machen eindeutige Zeugenaussagen unter Eid, die trotz Widersprüchlichkeiten zum unwiderruflichen Todesurteil durch die Guillotine führen.

Die Guillotine, mit der Gatti 1892 zum Tode verurteilt wurde, steht heute im Historischen Museum Luzern.  

 

 

"Alles in mir heisst: Du!"

Aus dem "Briefwechsel" von Meinrad Inglin und Bettina Zweifel

szenisch gelesen von Bodo Krumwiede und Prisca Gaffuri

 

Als Sohn eines Goldschmieds, Uhrmachers und Jägers musste sich Meinrad Inglin ab seinem 17. Lebensjahr als Vollwaise durchs Leben schlagen. Nach einigen Jahren Schule am Kollegium in Schwyz versuchte er sich in einer Uhrmacher- und Kellnerausbildung, kehrte aber später wieder an das Gymnasium zurück, wo er vergeblich versuchte, den Abschluss nachzuholen. Trotz fehlender Matura begann er in Bern, Genf und Neuenburg Literaturgeschichte und Psychologie zu studieren. Danach arbeitete er eine Zeit lang journalistisch.

Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs diente er als Offizier im Grenzdienst. 1922 erbeitete er ein Jahr lang als Journalist in Berlin, um sich daraufhin als freier Schriftsteller in seinem Geburtsort niederzulassen.

Inglin wurde als Autor realistischer Romane bekannt, die für ihre hintergründige Darstellung gelobt wurden und meist das Schweizer Alltagsleben porträtierten, indem sie das naturnahe Bauerntum kontrastiertend einer wurzel- und seelenlosen Zivilisation gegenüberstellen. Da er dabei stets den psychologischen Hintergrund der Handelnden aufdeckt, gehen seine Werke weit über die Heimatdichtung hinaus.